Uwe Tellkamp im Gewehrsaal: Was ist konservativ?

Wie sieht der Konservatismus der Zukunft aus? Antwort auf diese Frage sollten zwei Debatten geben. Ort der Austragung: Der Gewehrsaal im thüringischen Schloss Ettersburg. Eröffnend diskutierten die Historikerin Katja Hoyer und FAZ-Kulturredakteur Simon Strauß unter dem Titel „Brandmauern – ein Gespräch über junge Perspektiven auf den Konservativismus im Osten“. Anschließend bestiegen Schriftsteller Uwe Tellkamp und Gastgeber Peter Krause die Bühne, um mit dem Essay „Das Schrifttum als geistiger Raum der Nation“ von Hugo von Hofmannsthal einen Einstieg in das Thema „Konservativismus“ zu geben und das Vorgespräch aufzugreifen.

Wurde nicht längst alles gesagt, die Rollen verteilt, die Kreuze auf den Wahlzetteln gemacht? Wozu?, fragt man sich nur allzu oft. Warum noch am Samstagnachmittag hundert Kilometer Autofahrt auf sich nehmen, um sich Meinungen anzuhören? Weil es dürstet: Nicht nach Antwort, nach Gemeinschaft oder Behaglichkeit, sondern nach lebendiger Glut, nach dichter Atmosphäre, nach Ort, nach dem Hoffnungsschimmer, der sich trotz allem abzeichnet, nach Verständigung und ebenso – nach Trost und sogar Erkenntnis.

Meinungsfreiheit ist der Kern der Demokratie. Organisiert in Räumen einer zugänglichen Öffentlichkeit, die unterschiedlichste Meinungen abbildet. Und an Orten fruchtbar wird, die den andersdenkenden homo politicus zu Wort kommen lassen. Das ist echte Freiheitlichkeit und im Grunde die Idee des politischen Liberalismus. Dieser Neutralitätsgedanke gerät im Rückblick auf das 20. Jahrhundert nun nicht erst seit heute in Bedrängnis angesichts öffentlich dominierender Wahrheitsoligopole. Öffentlichkeit und Kultur als Orte der Bildung und Vermittlung sind durch einen mehr und mehr absolutistisch eifernden Meinungshauptstrom längst für denjenigen unzugänglich, der unmissionierbar und lutherisch jene Grundfragen stellt, die das Wesen einer echten, das heißt innerlich verankerten Demokratie, darstellen. Nicht derjenige hat die Demokratie nicht verstanden, der auf das Problem hinweist und energisch hinterfragt, sondern derjenige, der diese Fragen nicht zulässt, ignoriert oder als moralisch falsch diskreditiert. Wenn Meinung den Preis der eigenen beruflichen oder sozialen Existenz bedeuten kann, herrscht Meinungsunfreiheit. Auch in der schmitt‘schen Freund-Feind-Unterscheidung nach muss es immer noch möglich sein, zum Frieden zu gelangen. Politische Absolutheit ist ein Merkmal totalitär agierender Systeme, gerade auch solcher, die sich formal demokratisch nennen. „Unsere Demokratie“ sowie „unsere Werte“ bezeugen diesen absoluten Wahrheitsanspruch einer Besonderheit und Auserwähltheit, der heute im Mantel eines Allgemeingültigen und im Gefolge progressiver Vokabeln wie „Menschheit“ oder „bunt, weltoffen und inklusiv“ umherschreitet. Die Kehrseite der Fortschrittserzählung ist das Dröhnen eines alltäglich sichtbaren und für jedermann offenliegenden Verlustes. Allmählich wird das Narrativ der Moderne als einem Versprechen des Aufstiegs und des materiellen „Erfolgs“ von einer gefühlten und tatsächlich erlebten Abwärtsspirale überholt, die sich mit einer ausbreitenden Schweigespirale zu einem stechenden Zorn verbindet.

Mit dem Schloss Ettersburg etablierte sich ein solcher Ort des demokratischen Anspruchs an Freiheit. Hier betritt man als der Ebene der Kultur die wohl letzte Brücke einer fragmentierten und verängstigten Republik, auf der sich Menschen begegnen und deren Wege die Inseln und Blasen der einzelnen Individuen wiederverbinden. Solche geistigen Refugien bieten Schutz und beleben, wenn sie in Bewegung bleiben, indem sie Streit ermöglichen und Dissens ertragen. Produktive Anarchie nannte Hofmannsthal dieses schwingende und doch verwurzelte Prinzip, das er seiner Figur des Suchenden zumisst. Es trifft auf den Künstler zu wie auf die kulturelle Bühne. Hier streift man den Staatsbürger für den Augenblick ab und begibt sich ins Offene.

Hofmannsthals Rede mündet schließlich in einer visionären Forderung nach einer konservativen Revolution: „Ihr Ziel ist Form, eine neue deutsche Wirklichkeit, an der die ganze Nation teilhaben könnte.“ Hofmannsthal denkt also universalistisch, an eine Ganzheit und der Suchende ist weniger tatsächliche Person als ein geistiges Prinzip. Hofmannsthal geht es nicht um eine Rückkehr zur Vergangenheit, sondern um eine neue Ordnung, die auf tradierten Prinzipien fußt. Die Nation oder der nationale Gedanke bei Hofmannsthal ist nichts Staatliches oder politisch-programmatisches, sondern eine Haltung zum Eigenen als die Vereinigung konservativer Grundlegungen (Bildung, Hierarchie, Tradition) mit produktiv anarchistischer Kärrnerarbeit, die auf die Überwindung eines als falsch empfundenen Ganzen zielen. Ist das heute noch aktuell oder gar erst einmal denkbar? „Das ist mir zu pathetisch“ so Uwe Tellkamp später am Abend mit dem Hinweis auf den Text „Ehre und Wert deutscher Sprache“ von Hofmannsthal, den er für erkenntnisreicher hält im Bezug auf konkretere Gedanken zu einem neuen Konservativismus.

Es ist 16 Uhr. Man erwartet ein lebhaftes, ideenreiches Gespräch über einen möglichen jungen Konservativismus in Ostdeutschland. Das Publikum entspricht dem gesellschaftlichen Querschnitt: ü50 und ein paar jüngere Interessierte. Immerhin sitzen hier mit Simon Strauß ein Romancier und Katja Hoyer eine Historikerin gegenüber, jeweils 1988 und 1985 geboren.

Simon Strauß und Katja Hoyer
Simon Strauß und Katja Hoyer

Wie hält es nun die publizierende Millenial-Elite mit dem Konservativismus? Sind sie Suchende? Recht schnell rutscht man ab in die tagespolitischen Gräben, freilich dem Druck der Aktualitäten geschuldet. Es ging um taktische Wahl- und Parteigemengelagen. Klar, es steht eine Bundestagswahl vor der Tür, also war es das mit der tieferen Diskussion um einen revolutionären Konservativismus wie ihn der Dramatiker der Wiener Moderne beschrieb. Der Konservatismus einer spätmodernen BRD bewegt sich laut FAZ-Autor Strauß zwischen mehr Zivilgesellschaft mit mehr Bürgerbeteiligung und der Einsichtigkeit in die ökonomischen Notwendigkeiten. „Zivilgesellschaft“ war sein Wort und beschrieb dann aber das, was man einst unter Bürgerlichkeit verstand: Neugierige und gebildete Gesellschaften. Warum also den  ins Groteske gekippten Begriff der Zivilgesellschaft verwenden, wenn man auch Bürgerschaft sagen kann. Die ist wenigstens nicht antideutsch. Vielleicht haftet dem Begriff des Konservatismus Begriff einem so betont locker wirkenden Typen auch zu viel Arriviertheit und Unbeweglichkeit an, das wurde nicht ganz klar. Dadurch kam einem schnell der Eindruck, hier schwafelt einer nur wild umher. Überhaupt war vieles „spannend“ und „interessant“, was so im Raume stand und während des Redens in den Sinn kam.

Dabei holte Katja Hoyer den floskelnden Strauß an einigen Stellen zurück auf den Boden der ostdeutschen Tatsachen. Die aus Brandenburg stammende und in London lebende Historikerin blieb dabei strukturiert und volksnah: „Nach acht Stunden Arbeit kann ich mich eben nicht noch an die Grenze stellen und schauen, wer hier reinkommt.“ Da schaute das Pendant aus Berlin-Kreuzberg etwas verdutzt.

Der Begriff des Konservatismus, so Strauß, ist zunächst zu entproblematisieren und von dem Begriff „rechts“ zu trennen. „Das ist nämlich nicht dasselbe!“, unterstrich er deutlich. An diesem Punkt hätte die Diskussion andocken müssen, um eine fruchtbare Begriffsbestimmung vorzunehmen. Katja Hoyer konstatierte einen Grundkonservatismus im Volk, den sie im Bereich der Grundbedürfnisse anzusiedeln vermochte: Familie, Arbeit, Rechtsystem. „Jeder ist irgendwie konservativ.“ Das ist korrekt, aber doch zu wenig. Darüber, dass der Wähler im Osten vor der Situation steht, nur noch AfD wählen zu können, die als einzige Kraft Veränderung verkörpere, war man sich einig. Was ist nun konservativ in den Augen der beiden Redner? Die Erzählung es Fortschritt habe sich erschöpft, meinte Strauß, es brauche einen neuen Konsens, so Hoyer. Da saßen zwei Akteure einer jungen Generation zusammen, die über einen möglichen neuen (revolutionären?) Konservatismus hätten reden können, die aber mehr oder weniger sich von den aktuellen Großgefühlslage haben mitreißen lassen. Immerhin traf Uwe Tellkamp am Ende des Gesprächs ein und mischte sich lebhaft in die Diskussion ein, auch einige Wortmeldungen aus dem Publikum wiesen auf völlig anders erlebte Wirklichkeiten hin als jene, wie sie an diesem Nachmittag mit vokabelheftmäßiger Sicherheit aus der linksliberalen Wärmepyramide vorgetragen wurden. Hofmannsthal sprach hierzu von Bildungsphilistern – verantwortungsbeladen und doch verantwortungslos. Die Essenz aus dem Gespräch: Die CDU muss wieder konservativer werden, die AfD ist schlecht. Nur: War dieser Apparat je wirklich konservativ, geschweige denn rechts? Es blieb leider an der Oberfläche. Strauß klärte weder auf, was rechts und konservativ unterscheidet, noch wie eine konservative Zukunft aussehen könnte. Im Konservativismus steckt zwar Rückbesinnung. Doch man wolle auf keinen Fall zurück in die 50er. Freilich, das meint der Begriff der konservativen Revolution auch nicht. Aber wenn man auf der Ebene der Tagespolitik hängen bleibt, bleibt der Blick zu diesen Grundfragen schlicht versperrt. Radikalumkehren müssen vorgedacht werden und das muss man sich trauen wollen. Das ist anstrengend und nicht so unterhaltsam wie AfD, Höcke & Co und vielleicht ist dies eine zu hohe Erwartung an die Veranstaltung, der Konservatismus zu nah an der aktuellen Debatte um Parteien, Personen und Programme. Katja Hoyer blieb anschließend und lauschte der Diskussion zwischen Gastgeber Peter Krause und Uwe Tellkamp und seiner Kritik am vorigen Gespräch, das er für zu unkritisch hielt.

Der Künstler, so der Dresdner von jetzt auf gleich im Yukio-Mishima-Modus, ist immer konservativ und revolutionär bis anarchisch zugleich. Gastgeber Peter Krause, ruhig und gebildet, die Figuren Ernst Jüngers und Texte Rudolf Borchardts sind bekannt, war bemüht, das Gespräch auf einer tieferen Ebene zu verankern. Man kam nach kurzer Exkursion zu Hofmannsthals Drama DER TURM jedoch nicht an gegen die Sogwirkung der Aktualitäten. Es ist Wahlkampf. Von nun an dominierte dieselbe Tagesaktualität wie bei der Vorband Hoyer-Strauß, wenn auch um einiges lauter, geschärfter und unterhaltsamer. „Harald Schmidt kommt im April“, warf Krause trocken ein – Gelächter, natürlich. Ab und an gelang der Wechsel auf die vorpolitische Ebene. Es ginge letztlich auch schlicht darum, „dass ein Volk sich zu erhalten habe“, so Tellkamp. „Der politische Gegenpunkt zu der aktuellen Zeit, die progressiv ist, ist nicht konservativ, sondern rechts“ hielt er fest. Und es gebe eine wichtige Differenzierung, die zwischen der Autorschaft des Bücherschreibers, der privaten Person und dem politischen Kommentator stattzufinden habe – privat konservativ, politisch rechts und künstlerisch anarchistisch – was durchaus im Zeichen des Begriffs der Produktiven Anarchie im Hofmannsthal-Textes überleitete.

Im Hinblick auf die eigene Herkunft führte Tellkamp weiter aus, dass nur wenige, nämlich gerade ostsozialisierte Schriftsteller wie Jörg Bernig, Durs Grünbein oder Volker Braun noch die Kräfte des gesellschaftlich Utopischen besitzen, jenem Impetus, tief in die Zerwürfnisse nicht nur einzelner Individualschicksale, sondern Generationen und schichtübergreifend zu blicken und ein Angebot der Veränderung formulieren zu wollen. Das ist eine gewichtige Facette SBZ-geprägter Autoren. Nach dem Abklingen des Feuers stellte ich die Frage, wo denn die Tellkamps meiner Generation seien. Anne Rabe, Charlotte Gneuß und Lukas Rietzschel, die im medialen Mainstream als gültige Stimmen einer jungen ostdeutschen Generation gelten, wagen den teils schmerzhaften Blick in die Seele des Volkes vielleicht in ihren literarischen Entwürfen, als politisch-gesellschaftliche Kommentatoren verbleiben sie jedoch in sicherem Fahrwasser. Sie sind Aktivisten, die Bücher verfassen, Akteure eben jenes zivilgesellschaftlichen Konsens und mit überwältigendem Bekenntnis, zwar nicht zur Einheitspartei, dafür aber zu „unserer Demokratie“. „Wo keine Meinungsfreiheit, dort keine Eier“ lautete die Antwort Tellkamps. Mut hätten nur ganz wenige, sich dem Hauptstrom zu entziehen. Juli Zeh gelinge dies eher subtil, „sie darf noch zu Giovanni di Lorenzo“. Manche, die in lutherischer Position nicht anders können, ertragen die Konsequenzen ihres „Ausscherens“, andere bleiben schlicht ungehört. Das gesellschaftszersetzende morbus 68, um Tellkamps Eisvogel aufzugreifen, setzte sich strukturell fest und ging über in ein intellektuell ödes und hyperaktives morbus NGO.

Es darf bezweifelt werden, ob diese Zerfahrenheit und Abgeschlossenheit eine erbauliche Form darstellen. Es genügt nicht, von Demokratie zu sprechen und sie sich an revers zu heften, wenn man gleichzeitig die Unterdrückung anderer Meinungen in Kauf nimmt. Eine Demokratie ist nur dann existent, wenn sie im Innern, in den Seelen und Herzen herrscht. Wo sich eine Ästhetik der Ausgrenzung innerhalb kulturell tonangebender Milieus und Szenen kristallisiert, die mit der nötigen sozialen Intelligenz ausgestattet einen Konsens herstellen, kann von Demokratie keine Rede sein, denn das hieße nämlich, sich selbst zu hinterfragen. Wer links Klima, Weltoffenheit oder Feminismus, rechts Remigration und Renationalisierung kritisiert, steht anschließend als Mensch, nicht als im freiheitlichen Debattenraum stehendes Individuum, sondern existenziell infrage – wenn diese Streitpunkte in den Stand religiöser Fragen gehoben wurden. Der Unterschied: Der Manichäismus der Brandmauer ist jene linksarrivierte Zivilgesellschaft als antifaschistisches Monument, an dem neben immer häufigeren rechten Einschlägen längst auch die eigene Krankheit nagt. Kernelemente des Scheiterns einer substanziellen und verinnerlichten Demokratie sind Brandmauern, Elfenbeintürme und Zukunftszentren, in denen sich die Hohepriester exklusiver Moral einquartiert haben.

Eine FAZ, SZ dürften das anders sehen. „Jeder darf doch seine Meinung sagen“ wird häufig mit dem Finger tippend auf Grundgesetz und Meinungsfreiheit entgegnet. Meine exklusive Meinung aber „kann ich auch vor Freisler sagen, und zwar ein einziges Mal. Das Hinterher ist entscheidend“ sprudelte es aus Tellkamp förmlich heraus.

Tellkamp heißt Angriff
Tellkamp heißt Angriff

Wenn die Sprache bereits unfrei und ihrem eigentlichen Wortsinne nach nicht gesprochen werden kann, bringt mir das Grundgesetz auch nichts. „Niemand kommt ins Gefängnis und keiner verliert seinen Job.“ Hausdurchsuchungen und Jobverlust ob geäußerter Meinungen sind bereits real, dafür sorgen Gummiparagraphen wie jener der „Volksverhetzung“. Die Schweigespirale ist längst hochaktiv. Das Volk lernt zu schweigen und zu dulden, die letzte Hoffnung folglich ist häufig eine Partei, die viel zu wenig radikal ist im Sinne einer Freiheitlichkeit, auf dass sie den einzelnen wiederbeleben könnte.

Kultur ist überlebensnotwendig. Dass Refugien wie das Schloss Ettersburg existieren, die zum Diskurs beitragen, ist nicht selbstverständlich, aber essenziell. Ob mir die Meinung von FAZ-Redakteuren persönlich passt oder nicht, spielt keine Rolle für den Anspruch, den eine Demokratie an sich selbst formuliert.

Fin de siecle, decadence? Zum Teil schon, aber doch eher schieres Chaos und trotz aller Differenz kann man Strauß und Hoyer zustimmen, wird auf die Lage und den Stimmungswechsel zu reagieren sein. Jedoch zunächst vorpolitisch und geistig. Konkret: Sprache als Ausdruck der Kultur einer Nation. Die Begriffe und Definitionen sind mittlerweile unklar, zerrissen, tabuiert und teilweise in ihrem Sinne verkehrt. Orte wie das Schloss Ettersburg stehen am Beginn einer Neuordnung aus dem Chaos der Entfremdung, einer schöpferischen und konservativen Revolutionsbewegung und schlagen zunächst den Raum der Verständigung, den ich benötige, um zu verstehen, wer der andere überhaupt ist. Das dürfte jemandem wie Uwe Tellkamp wieder zu pathetisch sein und er würde nachhaken, weil er misstraut, grundsätzlich.

Gastgeber Peter Krause mit Schriftsteller Uwe Tellkamp
Gastgeber Peter Krause mit Schriftsteller Uwe Tellkamp

ASTER

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